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Ich wünsch Euch, dass das neue Jahr
so schön wird wie das Alte war.
War das Vergang´ne nicht so schön,
soll´s Euch im Neuen besser geh´n.

(©Anita Menger)

 

   
 

Einmal Shantys singen

 Die Seemannslieder der alten Windjammer gehören mit zu den schönsten Arbeitsliedern, die auch heute noch gerne gesungen und gehört werden.

Auch Sie haben die Möglichkeit, einmal an einem Konzert mit diesen Seemannsliedern mitzusingen.

 Für sein Konzert vom 31. März 2012 öffnen die Shanty – Singers Steckborn ihre Reihen und laden sie herzlich zum Mitsingen ein.

Wer kennt den „Hamburger Veermaster“ nicht, oder „Seemann, lass das Träumen“?

Und wer von ihnen singt das nicht unter der Dusche mit, wenn es aus dem Radio erklingt.

 Seefahrt war nicht nur Romantik. In den Liedern geht es manchmal deftig zur Sache. Auch das gehörte dazu. Sich auf die käuflichen Liebesdamen im nächsten Hafen freuen oder über die Offiziere zu fluchen waren Ventile für die harte Arbeit auf und unter Deck.

Die Shanty – Singers Steckborn freuen sich, wenn sie mitsingen möchten. Unter der Home – Page www.shantysingers.ch finden Sie nähere Angaben. Scheuen Sie sich auch nicht, uns anzurufen: Herr Studer gibt Ihnen unter der Nummer 071 891 32 12 gerne Auskunft.

René Aebi, Chorleiter

 

 

Navigare necesse estSeefahrt tut not! 

So hat der Autor Gorch Fock aus Finkenwerder um die vorletzte Jahrhundertwende eine alte römische Umschreibung der Funktion der Seefahrt im Leben der Menschheit treffend übersetzt.

 Seit Tausenden von Jahren benützen die Völker schwimmende Untersätze für den Transport von Menschen und Gütern, vom Einbaum der Pfahlbauer über die Wikingerschiffe und Karavellen im Mittelalter, die stolzen Rahseglern im 18. und 19. Jahrhundert bis zu den heutigen Frachtern für 18‘000 Container. Bis zum 19. Jahrhundert waren Muskelkraft und Wind die einzigen Antriebsquellen für die Fortbewegung auf dem Wasser. Seefahrt bedeutete damals nicht nur Routine und Vergnügen, sondern harte Arbeit, Gefahr und Entbehrung. Sie stand aber auch für ein Quentchen Romantik.

 Wo Menschen auf engem Raum leben und arbeiten, bildet die Musik ein Verbindungsmittel über Sprachen und Ethnien hinweg. Speziell in der Zeit der Windjammer – der stolzen Rahsegler mit drei, vier oder sogar fünf Masten – ist ein vielfältiges nautisches Liedgut in verschiedenen Sprachen entstanden, das z.B. von der Freiwache am Abend auf dem Vorschiff gesungen wurde oder in der Form von Arbeitsliedern beim Verrichten schwerer Arbeiten wie Anker lichten oder Segel setzen den Arbeitstakt bestimmte. Die Seasongs und Shanties erzählen von Sehnsucht, von schwerer Arbeit, von zauberhaften weiblichen Wesen anderer Kontinente, aber auch von der Sorge über das Wohlergehen der Familie in fernen Heimatland. Und verständlicherweise träumte und sang man auch von den „Deerns“, die im nächsten Hafen auf Janmaat warteten. Monatelange, harte Reisen ohne Hafenaufenthalt beflügelten die Phantasie.

Die moderne Seefahrt hat keinen Platz mehr für dieses vielfältige, meist romantische Liedgut. Auf der Brücke bestimmt die Elektronik die Arbeit der Schiffsführung, und die Mannschaften aus allen Kontinenten, die sich knapp in Englisch verständigen können, haben kaum mehr Zeit und Lust für den abendlichen Treff auf dem Vorschiff.

 Der 1988 gegründete Verein Shanty Singers Steckborn mit rund 40 Sängern und Musikanten hat es sich zum Ziel gesetzt, nautisches Liedgut zu pflegen und es bei gelegentlichen Auftritten seinem Publikum zu präsentieren. Das Repertoire umfasst etwa 100 Titel in verschiedenen Sprachen, ein bis vierstimmig gesungen; in den meisten Fällen sind es eigene Arrangements. In den letzten Jahren konnte der Chor im schweizerischen und im süddeutschen Fernsehen auftreten, so z.B. auf einer Rheinfahrt oder bei Sendungen, in welchen Steckborn präsentiert wurde. Man trifft sich unter der Leitung des Dirigenten René Aebi jeden zweiten Freitag Abend im alten Schulhaus in Steckborn für die Proben. Anschliessend wird dem zweiten Ziel des Vereinszwecks gehuldigt, der Pflege der Kameradschaft. Auch Singen gibt „schändlich Dorst“, wie es im Lied „Wir sind Hamburger Keddelklopper“ heisst.

 Haben Sie Lust, die Shanty Singers aus Steckborn an einem Konzert zu geniessen oder – wir sprechen in erster Linie die männlichen Wesen an – möchten Sie abklären, ob dieses gemütliche Hobby etwas für Sie wäre? Besuchen Sie doch einfach eine Probe; Sie sind jederzeit herzlich willkommen. Die Daten unserer Proben und Anlässe finden Sie hier auf der Homepage.  

Luzi Studer, Präsident

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